Die Museumsgeschichte

Mit Beginn der 1990er Jahre eröffnete sich für die Stadt Zwickau die Möglichkeit, durch Nutzung umfangreicher Förderprogramme von Bund, Land und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, eine umfassende und denkmalgerechte Sanierung der historischen Priesterhäuser durchzuführen. Da die zukünftige Nutzung als Museum für Stadt- und Kulturgeschichte von vornherein feststand, konnten auch die damit verbundenen musealen Anforderungen von Anfang an in die Planungen einbezogen werden. 

Ein moderner Ergänzungsbau sollte alle technischen Anlagen aufnehmen, aber auch die Ausstellungsfläche erweitern. Zusätzlich beherbergt er das „Brauhaus“, eine Gaststätte mit eigener Brauerei, in deren Ambiente der museale Charakter des Hauses seine Fortsetzung findet. 

Als am 9. Mai 2003 in einer feierlichen Zeremonie dem Zwickauer Oberbürgermeister Dietmar Vettermann symbolisch der Schlüssel für die sanierten Priesterhäuser übergeben wurde, fand eine zehn Jahre dauernde aufwendige und äußerst komplizierte Rekonstruktion ihren krönenden Abschluss. 

Seither bietet das Museum der Öffentlichkeit vor allem Einblicke in die Sozial- und Kulturgeschichte des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die Besiedlung der Region, die historische Stadtstruktur, Reformation, Schule, Handwerk, privates Leben und viele andere Aspekte jener Zeit werden anschaulich und eindrucksvoll präsentiert. Selbstverständlich wird auch die Historie der Häuser, sowohl baugeschichtlich, als auch auf die Bewohner bezogen, dargestellt. Im modernen Anbau finden sich Zeugnisse zur Geschichte der Stadt Zwickau und ein Bereich für wechselnde Sonderausstellungen.